"Tausend Jahre sind vor dir wie ein Tag" heißt es in der Bibel. Nicht ganz 1000 Jahre, aber mit Sicherheit 700 Jahre alt ist die Strackholter Kirche. Es liegt im Dunkel der Geschichte, wann der erste Grundstein gelegt wurde, wer die Männer waren, die das Zeichen des Christentums in eine vorgeschichtliche Landschaft setzten. Waren es Mönche, die den Landbewohnern eine Stätte bieten wollten, wo sie sich unter Gottes Wort versammeln konnten. War es ein Häuptling, der sich selbst ein Denkmal setzen wollte?
In sogenannten Feldbrennereien mußten damals die Steine für die Kirche gebrannt werden. Der neben der Kirche stehende Glockenturm ist wahrscheinlich mit der Kirche oder wenig später errichtet worden.
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Weit über die Grenzen Ostfrieslands war der wortgewaltige Pastor Remmer Janssen bekannt. Er war ein großartiger Redner, der die Masse der Kirchenbesucher mitriß. Sein Wirken als Erweckungsprediger ist noch heute unvergessen. Zu Zeiten Remmer Janssens war der Kirchenbesuch sehr rege, die verhältnismäßig große Kirche war meistens überfüllt. Unverdrossen, und auch oft in unverblümter Sprache, vertrat er seinen Glauben und seine Meinung. Eines seiner Hauptanliegen war der Kampf gegen den Alkoholmissbrauch, ja gegen den Alkoholkonsum überhaupt. Über Remmer Janssen ist viel geschrieben worden und nicht immer wurde man seinem Wesen gerecht. Er war keineswegs der weltfremde Eiferer, als den ihn viele hingestellt haben, und ein Übermensch war er auch nicht; wollte er auch nie sein. Er stand mit beiden Beinen fest auf der Erde, seine innere Kraft nahm er aus seinem unerschütterlichen Glauben. Er hatte viel Humor und Witz und in seinem Hause herrschte immer eine heitere Athmosphäre.
Schule und Raum für größerer Veranstaltungen
Direkt im Dorfzentrum, an der Einmündung der Fiebinger Straße auf die Bundesstraße, liegt die Strackholter Riede. Dieser Teich wurde im Jahre 1825 angelegt, als eine verherende Feuersbrunst viele Häuser des Dorfes vernichtet hatte, und man nicht in der Lage war, den Brand zu bekämpfen, weil es am nötigen Löschwasser fehlte. Eine Feuerwehr im heutigen Sinne gab es zu der Zeit noch nicht, Waserspritzen waren unbekannt. Man bildete lange Eimerketten, und von Hand zu Hand wanderten die Löscheimer bis zur Brandstelle.