barbara_kirche_1970"Tausend Jahre sind vor dir wie ein Tag" heißt es in der Bibel. Nicht ganz 1000 Jahre, aber mit Sicherheit 700 Jahre alt ist die Strackholter Kirche. Es liegt im Dunkel der Geschichte, wann der erste Grundstein gelegt wurde, wer die Männer waren, die das Zeichen des Christentums in eine vorgeschichtliche Landschaft setzten. Waren es Mönche, die den Landbewohnern eine Stätte bieten wollten, wo sie sich unter Gottes Wort versammeln konnten. War es ein Häuptling, der sich selbst ein Denkmal setzen wollte?

In sogenannten Feldbrennereien mußten damals die Steine für die Kirche gebrannt werden. Der neben der Kirche stehende Glockenturm ist wahrscheinlich mit der Kirche oder wenig später errichtet worden.

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Weit über die Grenzen Ostfrieslands war der wortgewaltige Pastor Remmer Janssen bekannt. Er war ein großartiger Redner, der die Masse der Kirchenbesucher mitriß. Sein Wirken als Erweckungsprediger ist noch heute unvergessen. Zu Zeiten Remmer Janssens war der Kirchenbesuch sehr rege, die verhältnismäßig große Kirche war meistens überfüllt. Unverdrossen, und auch oft in unverblümter Sprache, vertrat er seinen Glauben und seine Meinung. Eines seiner Hauptanliegen war der Kampf gegen den Alkoholmissbrauch, ja gegen den Alkoholkonsum überhaupt. Über Remmer Janssen ist viel geschrieben worden und nicht immer wurde man seinem Wesen gerecht. Er war keineswegs der weltfremde Eiferer, als den ihn viele hingestellt haben, und ein Übermensch war er auch nicht; wollte er auch nie sein. Er stand mit beiden Beinen fest auf der Erde, seine innere Kraft nahm er aus seinem unerschütterlichen Glauben. Er hatte viel Humor und Witz und in seinem Hause herrschte immer eine heitere Athmosphäre.

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Schule und Raum für größerer Veranstaltungen

Mehr als 10 Generationen sind in der oben abgebildeten Schule zum Unterricht gegangen. Sie wurde im Jahr 1874 erbaut und 1961 nach Fertigstellung der jetzigen Volksschule wieder abgebrochen. Man kann sich heute kaum vorstellen, dass diese zweiklassige Volksschule nur aus drei Räumen bestand, und zwar aus 2 Klassenräumen und einem Törfhuck" (Brennraum), und dass in dieser Schule täglich 80 bis 100 Kinder unterrichtet wurden.

Unsere ältere Generationen berichten gern und mit Stolz, dass sie damals in der damals noch achtjährigen Schulzeit zumindest den damaligen Erfordernissen entsprechend genug mitgekriegt" haben. Außer den Hauptfächern wurde noch das Auswendiglernen von Gedichten, Gesangversen und einer Unzahl von Bibelsprüchen gefordert. Im achten Schuljahr wurden Diktate und Aufsätze durchweg fehlerfrei geschrieben. Auf Schönschrift wurde besonders großen Wert gelegt. Daher findet man bei älteren Leuten oft noch die saubere und schöne Handschrift, die fast wie gedruckt aussieht.

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Direkt im Dorfzentrum, an der Einmündung der Fiebinger Straße auf die Bundesstraße, liegt die Strackholter Riede. Dieser Teich wurde im Jahre 1825 angelegt, als eine verherende Feuersbrunst viele Häuser des Dorfes vernichtet hatte, und man nicht in der Lage war, den Brand zu bekämpfen, weil es am nötigen Löschwasser fehlte. Eine Feuerwehr im heutigen Sinne gab es zu der Zeit noch nicht, Waserspritzen waren unbekannt. Man bildete lange Eimerketten, und von Hand zu Hand wanderten die Löscheimer bis zur Brandstelle.

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